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	<title>Kommentare zu: Wagner im Weltall</title>
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	<description>Alltag und Abenteuer</description>
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		<title>Von: Anonym</title>
		<link>http://www.bloghelden.de/2012/04/19/wagner-im-weltall/#comment-153</link>
		<dc:creator>Anonym</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 May 2012 10:21:46 +0000</pubDate>
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		<description>Nachdem ich mich zuvor am Hype, den Kino-Trailern und dem (viele bewährte Titel verwendenden) Laibach-Soundtrack berauscht hatte, habe ich gestern endlich den Weg ins Kino gefunden. Doch schon zuvor hatte ich mich gewundert, wie wenig facettenreich die Kinokritik - gerade der Qualitätspresse (ZEIT, SZ, FR, selbst die TAZ) - über den Film geurteilt hat. &quot;Entweder er macht Laune oder er ist langweilig&quot;, das schien der Maßstab zu sein und die Quintessenz, die folgte: &quot;Super Ausgangsplot - doch an der Umsetzung gescheitert!“  Und warum? Weil „zu wenig“! Zu wenig unvorhersehbar, zu wenig politisch unkorrekt, zu wenig absurd usw. - und dann das Schlimmste: ausgerechnet die special effects entsprächen hohen Hollywood-Standards. Bevor ich die vorstehende Rezension von Daniel gelesen hatte, konnte ich mir gar nicht recht erklären, warum diese Kritikpunkte an meiner eigenen Wahrnehmung des Filmes so gänzlich abzuprallen schienen - als würden diese Filmkritiker über etwas ganz anderes schreiben, über etwas, wovon sie nichts verstünden – oder lag es dann doch an meinem eigenen niederen Niveau? Ein wenig hatte ich schon die Befürchtung, es wäre NUR das totalitäre Nazi-Outfit aus Maschinenpistole, Gasmaske, Seitenwagen und Ledermantel (und eine geradezu unwahrscheinliche Julia Dietze), das mich affizieren würde. Die Rezension von Daniel hat mich dann aber doch eines Besseren belehrt. Wie so häufig, wenn es um die Einschätzung „guter Kunst“ geht, fehlte es den Filmkritikern schlichtweg an angemessener &quot;Bildung&quot;. Ähnlich einem Vorstadt-Kid, das sich - unvorbereitet - zu einem Opernbesuch hat überreden lassen und danach alle seine Vorurteile über den &quot;lahmen Scheiß&quot; bestätigt sieht, fehlt es den meisten Betrachtern an dem hinreichenden Kontextwissen, um die dargebotene Kunst genießen zu können. Aus diesem Grunde dürfte Daniels Rezension eine der wenigen sein, die diejenigen Kategorien anspricht,  auf die es bei Iron Sky wirklich ankommt. Insofern sei dem Autor einfach gedankt und es braucht in der Sache seiner Kritik wenig hinzugefügt werden, außer: Wenn wir schon von Subtexten reden und dem elitären Hochgefühl, das es dem eingeweihten Betrachter verschafft, dann sollte nicht so getan werden, als wäre dies nur ein Randphänomen des Films. Wo passender als in einem Film, in dem das zur Lächerlichkeit aufsteigende &quot;Herren-Menschentum“ zur Schau gestellt wird, könnte das elitäre, jedem Geheimbund vertraute Überlegenheitsgefühl platziert sein, das Daniel wie folgt beschreibt? &quot;Da lasse ich mir als Kinogänger auch gerne mein Ego streicheln. Die vielen Momente, in denen mich bei Iron Sky das Gefühl nerdiger Grandiosität gepackt hat, das Bewusstsein, in der Masse der Unwissenden einer kleinen Gemeinschaft von kundigen Lachern anzugehören – das hat was, das gebe ich unverhohlen zu&quot;. Und sicher wird er dabei auch die Verachtung für all diejenigen gespürt haben, die sich von der plötzlichen Ersetzung des Hakenkreuzes durch das NSK-Symbol nicht elektrisieren ließen, sondern stattdessen gelangweilt zu ihrem Popcorn griffen. Eben in diesem Gefühl aber steckt - wie in jedem echten Stück Kunst - der Schlüssel zur Erkenntnis, und zwar einer, der gerade für die nerdige Internet-Gemeinde ein wertvoller wäre: spiegelbildlich zu dem elitären Hochgefühl neigt unser Selbst in der monologischen Einsamkeit des alltäglichen Browser-Daseins zu totalitären Emotions-Ausbrüchen gegenüber allen und alles, das sich unseren (dialogisch ungeprüften) Urteilen nicht beugt. Um dies zu überprüfen, braucht man sich nur die Verläufe typischer Foren-Diskussionen anzuschauen, wobei Anlass und Thema völlig nebensächlich sind. So lautet eine der Botschaften von Iron Sky eben auch: Ob Operngänger oder Laibach-Fan, glaubt bloß nicht Euer (Spezial-)Wissen gibt Euch irgendeinen Anlass, Euch über die anderen erheben zu dürfen - ohne ebenso lächerlich zu werden wie all die Kortzfleisch-Nazis in diesem Film. Und mit dieser stoischen Haltung kann man dann eben auch all die aus Unwissenheit resultierenden schlechten Kritiken der &quot;seriösen Filmkritik&quot; ertragen, ohne hasserfüllt geifernd zurückschlagen zu müssen (nein, es wird eben nicht ab 5.45 Uhr zurückgeschlagen oder Bombe mit Bombe vergolten!). Wer hätte das also gedacht: wer genügend archäologischen Spürsinn mitbringt, kann in Iron Sky durchaus eine versteckte moralische und politische (Laibach-typische) Botschaft freilegen, die auf uns alle, die kleinen, heimlichen und uneingestandenen Faschisten des World-Wide-Web zielt, die wir – angestrengt und verklemmt über unsere Tastaturen gebeugt – meinen, die Welt von der einen, einzig richtigen Meinung überzeugen zu müssen: der unsrigen! Dabei glauben wir nur, Teil einer kleinen, alles durchschauenden Elite zu sein (von wegen intellektueller SS-Ritterorden) – doch von einem reflektierenden Standpunkt aus, sind wir doch nur ein Teil der im selbstgerechten Zeitgeist mittreibenden Masse (also doch eher prolliger SA-Schlägertrupp). Und warum: weil uns notwendig der Überblick fehlt, um unterscheiden zu können, welches Wissen relevant und welches irrelevant ist. An dieser Stelle könnte man sicherlich auch ein paar Gedanken zur sogenannten &quot;Schwarmintelligenz&quot; formulieren, aber das spare ich mir. Dafür bedanke ich mich bei Daniel für eine höchst anregende Filmrezension.  

anonym</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich mich zuvor am Hype, den Kino-Trailern und dem (viele bewährte Titel verwendenden) Laibach-Soundtrack berauscht hatte, habe ich gestern endlich den Weg ins Kino gefunden. Doch schon zuvor hatte ich mich gewundert, wie wenig facettenreich die Kinokritik &#8211; gerade der Qualitätspresse (ZEIT, SZ, FR, selbst die TAZ) &#8211; über den Film geurteilt hat. &#8220;Entweder er macht Laune oder er ist langweilig&#8221;, das schien der Maßstab zu sein und die Quintessenz, die folgte: &#8220;Super Ausgangsplot &#8211; doch an der Umsetzung gescheitert!“  Und warum? Weil „zu wenig“! Zu wenig unvorhersehbar, zu wenig politisch unkorrekt, zu wenig absurd usw. &#8211; und dann das Schlimmste: ausgerechnet die special effects entsprächen hohen Hollywood-Standards. Bevor ich die vorstehende Rezension von Daniel gelesen hatte, konnte ich mir gar nicht recht erklären, warum diese Kritikpunkte an meiner eigenen Wahrnehmung des Filmes so gänzlich abzuprallen schienen &#8211; als würden diese Filmkritiker über etwas ganz anderes schreiben, über etwas, wovon sie nichts verstünden – oder lag es dann doch an meinem eigenen niederen Niveau? Ein wenig hatte ich schon die Befürchtung, es wäre NUR das totalitäre Nazi-Outfit aus Maschinenpistole, Gasmaske, Seitenwagen und Ledermantel (und eine geradezu unwahrscheinliche Julia Dietze), das mich affizieren würde. Die Rezension von Daniel hat mich dann aber doch eines Besseren belehrt. Wie so häufig, wenn es um die Einschätzung „guter Kunst“ geht, fehlte es den Filmkritikern schlichtweg an angemessener &#8220;Bildung&#8221;. Ähnlich einem Vorstadt-Kid, das sich &#8211; unvorbereitet &#8211; zu einem Opernbesuch hat überreden lassen und danach alle seine Vorurteile über den &#8220;lahmen Scheiß&#8221; bestätigt sieht, fehlt es den meisten Betrachtern an dem hinreichenden Kontextwissen, um die dargebotene Kunst genießen zu können. Aus diesem Grunde dürfte Daniels Rezension eine der wenigen sein, die diejenigen Kategorien anspricht,  auf die es bei Iron Sky wirklich ankommt. Insofern sei dem Autor einfach gedankt und es braucht in der Sache seiner Kritik wenig hinzugefügt werden, außer: Wenn wir schon von Subtexten reden und dem elitären Hochgefühl, das es dem eingeweihten Betrachter verschafft, dann sollte nicht so getan werden, als wäre dies nur ein Randphänomen des Films. Wo passender als in einem Film, in dem das zur Lächerlichkeit aufsteigende &#8220;Herren-Menschentum“ zur Schau gestellt wird, könnte das elitäre, jedem Geheimbund vertraute Überlegenheitsgefühl platziert sein, das Daniel wie folgt beschreibt? &#8220;Da lasse ich mir als Kinogänger auch gerne mein Ego streicheln. Die vielen Momente, in denen mich bei Iron Sky das Gefühl nerdiger Grandiosität gepackt hat, das Bewusstsein, in der Masse der Unwissenden einer kleinen Gemeinschaft von kundigen Lachern anzugehören – das hat was, das gebe ich unverhohlen zu&#8221;. Und sicher wird er dabei auch die Verachtung für all diejenigen gespürt haben, die sich von der plötzlichen Ersetzung des Hakenkreuzes durch das NSK-Symbol nicht elektrisieren ließen, sondern stattdessen gelangweilt zu ihrem Popcorn griffen. Eben in diesem Gefühl aber steckt &#8211; wie in jedem echten Stück Kunst &#8211; der Schlüssel zur Erkenntnis, und zwar einer, der gerade für die nerdige Internet-Gemeinde ein wertvoller wäre: spiegelbildlich zu dem elitären Hochgefühl neigt unser Selbst in der monologischen Einsamkeit des alltäglichen Browser-Daseins zu totalitären Emotions-Ausbrüchen gegenüber allen und alles, das sich unseren (dialogisch ungeprüften) Urteilen nicht beugt. Um dies zu überprüfen, braucht man sich nur die Verläufe typischer Foren-Diskussionen anzuschauen, wobei Anlass und Thema völlig nebensächlich sind. So lautet eine der Botschaften von Iron Sky eben auch: Ob Operngänger oder Laibach-Fan, glaubt bloß nicht Euer (Spezial-)Wissen gibt Euch irgendeinen Anlass, Euch über die anderen erheben zu dürfen &#8211; ohne ebenso lächerlich zu werden wie all die Kortzfleisch-Nazis in diesem Film. Und mit dieser stoischen Haltung kann man dann eben auch all die aus Unwissenheit resultierenden schlechten Kritiken der &#8220;seriösen Filmkritik&#8221; ertragen, ohne hasserfüllt geifernd zurückschlagen zu müssen (nein, es wird eben nicht ab 5.45 Uhr zurückgeschlagen oder Bombe mit Bombe vergolten!). Wer hätte das also gedacht: wer genügend archäologischen Spürsinn mitbringt, kann in Iron Sky durchaus eine versteckte moralische und politische (Laibach-typische) Botschaft freilegen, die auf uns alle, die kleinen, heimlichen und uneingestandenen Faschisten des World-Wide-Web zielt, die wir – angestrengt und verklemmt über unsere Tastaturen gebeugt – meinen, die Welt von der einen, einzig richtigen Meinung überzeugen zu müssen: der unsrigen! Dabei glauben wir nur, Teil einer kleinen, alles durchschauenden Elite zu sein (von wegen intellektueller SS-Ritterorden) – doch von einem reflektierenden Standpunkt aus, sind wir doch nur ein Teil der im selbstgerechten Zeitgeist mittreibenden Masse (also doch eher prolliger SA-Schlägertrupp). Und warum: weil uns notwendig der Überblick fehlt, um unterscheiden zu können, welches Wissen relevant und welches irrelevant ist. An dieser Stelle könnte man sicherlich auch ein paar Gedanken zur sogenannten &#8220;Schwarmintelligenz&#8221; formulieren, aber das spare ich mir. Dafür bedanke ich mich bei Daniel für eine höchst anregende Filmrezension.  </p>
<p>anonym</p>
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		<title>Von: Tim</title>
		<link>http://www.bloghelden.de/2012/04/19/wagner-im-weltall/#comment-148</link>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 21:43:28 +0000</pubDate>
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		<description>Danke Daniel!
sehr geile Iron Sky Kritik, dein &quot;Salzgleichnis&quot; werde ich gnadenlos in Filmgesprächen einsetzen und grade das du mit dem Musikwissenschaftlerteil ein Nerd Wissen hattest das mir fehlte (Wagner im Soundtrack und die Raumschiffe sind mir noch aufgefallen ^^) und damit nochmal schön darauf hinweist für wieviele verschiedene Geschäcker doch Salz im Film versteckt ist zeigt mir das ich den Film nochmal gucken muss... 

bis die Tage

Tim</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke Daniel!<br />
sehr geile Iron Sky Kritik, dein &#8220;Salzgleichnis&#8221; werde ich gnadenlos in Filmgesprächen einsetzen und grade das du mit dem Musikwissenschaftlerteil ein Nerd Wissen hattest das mir fehlte (Wagner im Soundtrack und die Raumschiffe sind mir noch aufgefallen ^^) und damit nochmal schön darauf hinweist für wieviele verschiedene Geschäcker doch Salz im Film versteckt ist zeigt mir das ich den Film nochmal gucken muss&#8230; </p>
<p>bis die Tage</p>
<p>Tim</p>
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